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200-Jahr-Feier „Trarbacher Schweiz“ am 19. Oktober 2018

Ein Fest mit "Schweizer Alpenmusik" und Biedermeier-Kostümen

Vor 200 Jahren, im Jahre 1818, schlug die „Geburtsstunde“ der „Trarbacher Schweiz“. Ausgelöst wurde sie durch ein Buchzitat des in Trarbach geborenen Prof. Adam Storck, der sich beim Gebiet um den Kautenbach „in die Schweiz versetzt fühlte“.

Dieses Ereignis wurde am Freitag, den 19. Oktober um 11 Uhr, am Eingang der „kleinen Schweiz“ an der Moseltherme in Traben-Trarbach, in einer Feierstunde entsprechend gewürdigt.

Die Biedermeiergruppe Traben-Trarbach

Ernennung Hubertus Schulze Neuhoff zum Botschafter der Trarbacher Schweiz "Ehrennadel" von Bürgermeister Marcus Heintel und Patrice-Christian-Roger Langer Sponheimer Musketier, alias Volker Oehring, beim Salutschuss Enthüllung der Wandertafel "Trarbacher Schweiz" mit einem Salutschuss

Enthüllt wurde dabei ein Banner "200 Jahre Trarbacher Schweiz" und eine Wandertafel. Weiterhin wurde der Botschafter der "Trarbacher Schweiz" ernannt. Zum Abschluss wurde eine Festschrift verteilt. Diese kann hier runtergeladen werden (zum Blättern online hier). Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die "Moseltaler Alphornbläser".

Hier zwei Artikel zu dieser Festveranstaltung, erschienen am 22. Oktober in "Trierischer Volksfreund" (s.u.) und am 26. Oktober in EIFELMOSELHUNSRÜCK aktuell

Alphornklänge im Moseltal      

Traben-Trarbach . Die „Trarbacher Schweiz“ feiert ihren 200. Geburtstag. Viele Landschaften in Deutschland tragen wegen ihrer geografischen Besonderheit diesen Beinamen.

Von Ursula Schmieder /Text/Foto)

 

Spaziergänger und Schwimmbadbesucher bleiben schmunzelnd stehen. Freitags um 11 Uhr von Alphornbläsern an der Moseltherme begrüßt zu werden, ist doch mal etwas anderes. Wer den ungewohnten Klang der Instrumente mit geschlossenen Augen auf sich wirken lässt, fühlt sich wie im Urlaub in den Bergen.

Doch wie passt das zusammen mit den im Biedermeierstil, etwa 1815 bis 1848, gekleideten Gästen und Salutschüssen eines Sponheimer Musketiers? Des Rätsels Lösung ist ein runder Geburtstag. Stadt, Tourist-Information und Verbandsgemeinde (VG) Traben-Trarbach feiern „200 Jahre Trarbacher Schweiz“. Das Jubiläum ist, wie berichtet, dem 1780 in Traben-Trarbach geborenen Adam Storck zu verdanken. Der Professor schwärmte 1818, als er bereits in Bremen lebte, in einem Buch vom malerischen Kautenbachtal, in dem er sich in die Schweiz versetzt fühle.

Mit seinen persönlichen Eindrücken steht Storck nicht alleine, wie Johannes Rösler und Isabella Kappeler als Projekt-Team „Schweizen in Deutschland“ (Info-Box) aufzeigen. Ihr Engagement rückt die Regionen, die von einer engen Verbundenheit beider Länder zeugen, mehr ins öffentliche Blickfeld. Eine wichtige Rolle übernehmen dabei die von ihnen jeweils ernannten Botschafter, Ansprechpartner und „Hüter“ der Schweizen. Für die Trarbacher Schweiz ist nun Hubertus Schulze-Neuhoff ernannt. Vor mehreren Kollegen, die seine Ernennung in die Stadt führte, versprach er, sich für die Wanderwege der Trarbacher Schweiz einzusetzen. Als konkretes Beispiel nannte er eine „bessere Beschilderung“, wofür er Sponsoren gewinnen will. Für den guten Zustand der Wanderwege setzt er zudem auf Arbeitseinsätze der „Ameisen“.

Weiterlesen: Feier 200 Jahre Trarbacher Schweiz

Hier der aktuelle Beitrag über die 200-Jahr-Feier "Trarbacher Schweiz" in "EIFELMOSELHUNSRÜCK aktuell" vom 26. Oktober 2018 (Ausgabe 43/2018)

Gesamtausgabe Seiten 30 - 31

 


 

1. Botschaftertreffen der Moselschweizen am 23. Mai 2018 im Storcke-Stütz-Keller in Traben-Trarbach

Vier frischgebackene Botschafter der insgesamt sieben an der Mosel liegenden Schweizen (s.u.) trafen sich am 23. Mai im Storcke-Stütz-Keller in Traben-Trarbach zu einem ersten Kennenlernen und fruchtbaren Austausch. Dabei wurden wichtige Fragen der weiteren Zusammenarbeit sowie einer zukünftigen Organisationsform behandelt. So soll ein Verband gegründet werden,

Die Idee, Botschafter für die Schweizen zu ernennen, stammt aus dem Buch- und Kunstprojekt „Schweizen in Deutschland“, das der Verleger und Autor Johannes Rösler (AbisZ-Verlag) zusammen mit Isabella Kappeler, Künstlerin aus der Schweiz, bereits vor einigen Jahren aus der Taufe gehoben hatte. Ziel dieses Projektes ist es, die über 130 Schweizen in Deutschland zu porträtieren und entsprechende Publikationen zu erstellen. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, wann, durch wen und warum bestimmte Gebiete den Namen „Schweiz“ erhalten haben.

Mit dem ersten Treffen in Traben-Trarbach soll eine Initialzündung von der Mosel für dieses Projekt ausgehen. Dem ersten Treffen sollen weitere folgen. Auch sind in anderen Gebieten in Deutschland ähnliche Zusammenkünfte geplant.

Für die sieben bzw. acht an der Mosel liegenden Schweizen bereitet der AbisZ-Verlag gegenwärtig eine Publikation vor, die Mitte 2019 erscheinen soll.

Folgende Schweizen werden dabei porträtiert:

- die Mehringer Schweiz (Botschafter Wolfgang Thelen)
- die Maringer Schweiz (Botschafter Benno Meuren)
- die Kestener Schweiz – wurde im Oktober 2017 „gegründet“ (Botschafter Franz-Josef Jüngling)
- die Bernkasteler Schweiz (Botschafter Uwe Hoffmann)
- die Trarbacher Schweiz (Botschafter Hubertus Schulze-Neuhoff)
- die Briedeler Schweiz (Botschafter Hermann Thur)
- die Briederner Schweiz (für diese Schweiz wurde leider noch kein Botschafter gefunden!)

- die Trierer Schweiz (Botschafter evt. Herr Blasius)


 

Die Moselschweizen:

- Mehringer Schweiz

- Maringer Schweiz

- Kestener Schweiz

- Bernkasteler Schweiz

- Trarbacher Schweiz

- Briedeler Schweiz

- Briederner Schweiz


 

Die Schweizen in Baden-Württemberg, Saarland und an der Mosel

Mehrmals haben wir uns schon auf die Reise gemacht, um die Schweizen in Deutschland zu besuchen. Unsere Spurensuche führte uns zuerst in die Schweizen von Baden-Württemberg, des Saarlandes sowie des Moselgebietes zwischen Trier und Koblenz. Weitere werden nach und nach folgen!

Dabebi waren die 3 „W“ unser Ziel: Wir wollten herausfinden, wann, wer und warum diese Gebiete den Namen Schweiz erhalten haben. Im Mittelpunkt der Reisen stand das persönliche Fühlen und Erleben der einzelnen Schweizen. Dazu haben wir sie alle bewandert und auch die nähere Umgebung erkundet. Gleichzeitig haben wir recherchiert, Menschen und Behörden aufgesucht und Informationen gesammelt. Viele Menschen begleiteten uns dabei auf diesem Weg, gaben uns Hinweise und versorgten uns mit Druckerzeugnissen und anderen Informationen. An dieser Stelle möchten wir dafür allen Beteiligten ein „Herzliches Danke“ sagen!

Auf unseren Entdeckungs- und Forschungsreisen erlebten wir viel Neues, Überraschendes und auch Abenteuerliches und konnten unser Wissen über Menschen, Kultur und Geschichte erweitern. Wir entdeckten viele Kleinode und Perlen, kaum bekannte Kulturstätten und -Denkmäler, heilige Stätten und mystische Plätze. All das hat unser Staunen über die Wunder, die Fülle und die Schönheit dieser Welt noch verstärkt. Und. Drei neue Schweizen liefen uns über den Weg …

Besucht haben wir bisher folgende Schweizen und über einige einen Bericht verfasst.

- Saarländische Schweiz (bei Bergweiler im Saarland) - Darüber haben wir ein erstes Buch veröffentlicht, das gegenwärtig überarbeitet wird

- Kollesleuker Schweiz (bei Kollesleuken/Freudenburg in Rheinland-Pfalz)

- Mehringer Schweiz (bei Mehring an der Mosel)

- Bernkasteler Schweiz (bei Bernkastel-Kues an der Mosel)

- Maringer Schweiz (bei Maring an der Mosel)

- Trarbacher Schweiz (bei Traben-Trarbach an der Mosel)

- Briedeler Schweiz (bei Briedel an der Mosel)

- Altlayer Schweiz (bei Altlay im Hunsrück)

- Briederner Schweiz (bei Briedern an der Mosel)

- kleine Luxemburger Schweiz (in Luxemburg)

- Nippeser Schweiz (in Köln)

- Kleine Schweiz (bei Ebersbach)

- Neuffener Schweiz (bei Neuffen)